Burgruine Grünenberg Melchnau

 

Stand 1996 • • •

                      • • • Medienorientierung 1996

 

An einer Medienorientierung vom 14. November 1996 berichtete Dr. Daniel Gutscher, Leiter der Abteilung Mittelalter beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, von den neuen Erkenntnissen, welche auf Grünenberg seit Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahr 1992 gewonnen wurden. Nachfolgend wird das abgegebene Papier wiedergegeben.

 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Link zum Archäologischen Dienst des Kantons Bern

 

 

 

Archäologie auf Grünenberg

Im Laufe des 15. Jahrhunderts war die Burg verlassen worden und verfiel allmählich. 1948/49 standen nur noch wenige Mauern, insbesondere diejenige der Südostseite, aufrecht. Damals durchgeführte Grabungen führten zur Entdeckung der Schlosskapelle mit dem weltweit einzigen an Ort und Stelle erhaltenen Tonplattenboden aus reliefgestempelten St.-Urban-Fliesen und zur Freilegung weiterer Mauerzüge. Letztere wurden damals ohne jede Konservierung belassen. Einzig der Kapellenbereich erhielt über neuen Aufmauerungen einen Schutzbau, einen militärischen Magazinbau «ab der Stange».

 

Sanierungsarbeiten 1992-97

Längere Beobachtungen durch die Mittelalterabteilung des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern unter der Leitung des Berichterstatters gingen der Konservierung voraus. Deren Konzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Experten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD), Dr. Peter Eggenberger, dem Konsulenten der EKD, Dr. Andreas Arnold, und der Stiftung (Präsident Andreas Morgenthaler, Architekt Markus Meier) erarbeitet.

 

Die neuen Erkenntnisse im Überblick

Vorgängig einer jeden Etappe wurden archäologischen Analysen und steingerechte Dokumentationen sämtlicher freigelegten und vom Wurzelwerk befreiten Partien durchgeführt; so auch dieses Jahr mit Unterbrüchen zwischen dem 29.05. und 27.09.1996. Eine Ausgrabung kann einer späteren Generation vorbehalten bleiben; die Sanierung dringt nur in die Schuttschichten, nicht aber in burgenzeitliche Laufhorizonte ein. Trotzdem konnten viele wertvolle neuen Erkenntnisse zur Baugeschichte der Burg gewonnen werden. Wie im Puzzle fügt sich nach jeder Sanierungsetappe wieder ein neues Teilbild in unsere Vorstellung von der mittelalterlichen Wirklichkeit auf Grünenberg ein. Dies sei im folgenden kurz skizziert:

 

 

 



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